Allgemeine Informationen zur Prostata-Laser-Therapie

 

Rundfunkbeitrag über HoLEP (Abendschau – Bayerischer Rundfunk, 18.3.2013):

HoLEPHolmium Laser Enukleation der Prostata

Die Lasertherapie der Prostata ist mittlerweile die schonendste Art und Weise, eine gutartige Prostatavergrößerung zu operieren. Die Vorteile für den Patienten liegen insbesondere im höheren postoperativen Komfort und dem niedrigeren Blutverlust bei der Durchführung. Die moderne Lasertherapie hat aus diesen Gründen die offene Operation (Adenomektomie) und sehr wahrscheinlich bald auch die konventionelle Hobelung (TUR-Prostata, TUR-P) abgelöst, die dann nur noch in wenigen Fällen angezeigt sein wird.

Bei der Lasertherapie hat die endoskopische Ausschälungsbehandlung (Enukleation) im Vergleich zur Vaporisation (Gewebeverdampfung) den Vorteil, dass das entnommene Gewebe histologisch (feingeweblich) untersucht wird. Auch größere Prostatadrüsen können mit diesem Verfahren ohne den früher notwendigen Bauchschnitt problemlos endoskopisch durch die Harnröhre behandelt werden.

In unserer Belegabteilung der Illertalklinik wird diese Operationstechnik seit Juli 2007 durchgeführt. Damit sind wir eine der ersten Kliniken, an denen diese Therapie mit über 400 erfolgreichen Eingriffen zur klinischen Routine gehört. Die Operation dauert etwas länger als eine konventionelle Operation, ist jedoch schonender für den Patienten.

Dieses Verfahren ist deshalb blutarm weil jede auftretende Blutung während der Operation sofort erkannt und umgehend gestillt werden kann. Die Operation ist schonend, weil die Schicht in der das Adenom aus der Prostatakapsel gelöst wird, nicht künstlich eingeschnitten wird, sondern diese Schicht sowieso erkennbar existiert und das Gewebe quasi nur abgeschoben wird. Die Eindringtiefe des Laserlichts ins Gewebe und damit die physikalische Wirkung beträgt nur 0,1 mm, gerade deshalb ist damit ein besonders umgebungsschonendes Operieren möglich, was sich gerade durch die bei diesem Verfahren geringstmögliche Beeinträchtigung der Erektion zeigt.

Nach der Operation erfolgt zunächst eine Überwachung im Aufwachraum. Anschließend kommt der Patient zurück auf die Urologische Station. Die stationäre Aufenthaltsdauer liegt meist unter einer Woche. Eine anschließende einwöchige Schonung zu Hause ist in jedem Fall angeraten.

Bei weitergehendem Interesse siehe: Ausführliche OP-Informationen zur Prostata-Laser-Therapie HoLEP